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Soli-Schicht im Café Knallhart

Soli Schicht im Café Knallhart (Uni Hamburg) von morgens bis abends

am Mittwoch, den 2.Februar mit Espresso, feinen Kaffee-Spezialitäten, Kuchen, Salat und Suppe (+das Übliche sowie Papierkram) – Für Betroffene von Polizeigewalt in Griechenland


Am 17.November wurde eine Aktivistin auf einer Demonstration gegen den IWF in Athen von den für ihre Brutalität bekannten “Delta”-Spezialeinheiten der Cops derart brutal zusammen- und bewusstlos geschlagen, dass sie mit Kopfverletzungen und inneren Blutungen mehrere Wochen im Krankenhaus verbringen musste. Damit nicht genug wurde sie bei der Einlieferung ins Krankenhaus, die nicht von den Schlägern sondern von Genoss*innen veranlasst wurde, von einigen Cops verfolgt, die sie versuchten zu befragen und einzuschüchtern. Sie erwartet Strafanzeigen und benötigt Geld für die Kosten des Krankenhaus-Aufenthaltes.
In Griechenland herrscht seit 2008 der Ausnahmezustand in unterschiedlicher Intensität. Neben Generalstreiks und militanten Auseinandersetzungen zwischen Anarchist*innen und Staatsbütteln gibt es immer wieder Auseinandersetzungen von Migrant*innen, die für ihre Rechte kämpfen und vielen anderen regierungs- und staatskritischen Kräften in der Gesellschaft, die oft auf lange Traditionen in der Geschichte zurückblicken können.

Im Folgenden ein Kommentar auf dem Blog “From the greek streets” (www.occupiedlondon.org/blog) zum 17.November:
“(Unserer Genossin gewidmet, die heute nicht bei uns sein konnte und sich immer noch im Krankenhaus befindet. Wir sehen uns in den Straßen!) Es wird eine Weile dauern, die heutigen Geschehnisse in Athen zu begreifen – sicher, dies ist nicht der günstigste Moment, dies zu tun, nachdem wir volle zwölf Stunden in den Straßen verbracht haben. Aber sicher, einige erste Gedanken sind bereits klar. Was heute geschehen ist, ist wichtig. Erstens hatte die heutige Demonstration ein sehr eigenartiges Gefühl hinterlassen. Die größte Gedenkdemonstration zum Aufstand im Polytechnikum in mehr als 10 Jahren (30.000 laut Polizei, in der Realität das Doppelte).
Ein sehr angespanntes Gefühl in der Luft. Bevor die Demonstration los ging, gab es Zusammenstöße mit der Jugendorganisation der PASOK – die sozialdemokratische Regierungspartei – welche die Dreistigkeit hatte, zu versuchen an der Demonstration teilzunehmen. Die Cops an der Seite der Demonstration, die Finger pausenlos am Drücker der Tränengas-Knarre. Leute, die auf beiden Seiten auf etwas warteten, unsere Seite und die der Cops. Und es geschah etwas. Die intensivste und am dichtesten gedrängte Demonstration, die Athen seit dem 5.Mai gesehen hatte.
Die Cops geladen voraus wann immer sie konnten, zu jedem Zeitpunkt an dem sie Menschen aus dem Block der Demonstration isolieren wollten. Leute, die zurückschlugen, während der Demo und später in der Nacht in Exarcheia. Aber das eigenartige Gefühl ist nicht abgeklungen: Wir sind weiter in den Straßen und warten darauf, das noch etwas passiert …
Heute Nacht war der letzte Tag des langen Sommers. Morgen wird wird der erste Tag eines merkwürdigen Winters sein – hoffendlich ein schöner Winter.”

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  1. Tweets that mention Soli-Schicht im Café Knallhart – a3yo -- Topsy.com linked to this post on January 25, 2011

    […] This post was mentioned on Twitter by noblogs, a3yo. a3yo said: [blog]: Soli-Schicht im Café Knallhart http://bit.ly/fE9yfI […]



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